Digitalpiano: 7 Topmodelle unter 1000 €

Klavier lernen, 03.04.2020

Du möchtest für das Digitalpiano deiner Wahl etwas mehr investieren? Gute Entscheidung. Wir haben uns 7 Digitalpianos unter 1000 € ausgesucht, ausführlich bespielt und getestet. Erfahre in unseren YouTube Videos, mit welchen Eigenschaften sie punkten konnten und mit welchen weniger.

Außerdem haben wir dir die Pianos in eine Tabelle gepackt. So hast du alle Eigenschaften auf einen Blick parat und kannst direkt vergleichen.

Folgende Eigenschaften haben wir getestet

Beim Testen der Digitalpianos haben wir auf verschiedene Features geachtet. Besonderen Fokus haben wir auf Klang und Tastatur (Spieldynamik) gelegt:

Klang

Zunächst sollte der Klang nicht zu kurz kommen. Denn was nützt ein tolles Klavier, das sich wundervoll spielen lässt, aber der Klang furchtbar ist?

Tastatur

Lassen sich die Tasten gut drücken? Oder muss man richtig hämmern, um einen satten Sound zu bekommen? Wir haben fleißig in die Tasten gehauen und herausgefunden, welche Tastatur sich für Anfänger eignet und welche von einem fortgeschrittenen Pianisten besser gehändelt werden kann.

Optik & Gehäuse

Sieht das Piano hochwertig aus oder so, als würde es gleich auseinander fallen? Auch die Optik sowie das Material des Gehäuses haben wir nicht außer Acht gelassen.

Zielgruppe

Natürlich haben wir auch geprüft, für wen sich das Instrument eignet. So eignen sich beispielsweise ein tastenreduziertes Piano und eine schwergängige Tastatur nicht für Anfänger.

Soundbeispiele

In jedem unserer Tests spielen wir am Ende des Videos verschiedene Soundbeispiele vor. So kriegst ein noch genaueres Gefühl für das jeweilige Piano und kannst schneller feststellen, ob dieses zu dir passt.

Die 7 Digitalpianos im Vergleich

Kawai ES-110 Korg D-1 Roland FP-30 Studiologic Numa Stage Casio PX-S1000 BK Privia Yamaha P-125 Thomann DP-51
Klang Homogen – feine Nuancen Setzt sich in Bands gut durch Gut Ausdrucksstark Fein nuanciert Homogen und ausgewogen Voll
Tastatur Angeraute Oberfläche Muss kräftig gedrückt werden Angeraute Oberfläche Muss kräftig gedrückt werden Arbeitet gut mit Klang zusammen Arbeitet gut mit Klang zusammen Angeraute Oberfläche
Optik Kompakt Elegant Gut Außergewöhnlich Stylisch Gut Sehr ansprechend
Gehäuse Kunststoff Holz Kunststoff Kunststoff Kunststoff Kunststoff Kunststoff
Für den Liveauftritt geeignet Ja Ja Ja Ja
Für Anfänger geeignet Ja Nein Ja Nein Ja Ja Ja
Stage oder Portable? Portable Stage Portable Stage Portable Portable Homepiano

Unsere Testobjekte im Profil

Kawai ES-110: Fein nuanciert

Das Kawai ES-100 ist kompakt. Gut so – lässt es sich doch so viel leichter transportieren.
Der homogene Klang begeistert und zeigt feinste Nuancen von pianissimo bis forte.
Es handelt sich zwar um keine Holztastatur, die angeraute Oberfläche dürfte das Klavierlernen Anfängern dennoch erleichtern.
Integriert sind u.a. Metronom und Rekorder.

Korg D-1: Keyboarder-Stagepiano für Live-Auftritte

Das Korg D-1 ist ein robustes Stage Piano und verfügt über keine eingebauten Lautsprecher.
Es ist kein Kunststoffpiano und besticht durch sein elegantes Design. Dennoch eignet es sich eher für Keyboarder als für Pianisten. Hier müssen die Tasten fester gedrückt werden, womit sich Anfänger schwer tun könnten.
Für den Live-Auftritt ist es jedoch optimal. Beim Hämmern zeigt sich seine Stärke. Auch im Zusammenspiel mit der Band sollte sich das Instrument durchsetzen.
Die Bedienungselemente sind übersichtlich und nutzerfreundlich.
Lediglich die Chorus-Funktion zeigt sich in unserem Test als nicht sehr ausgeprägt.

Roland FP-30: Schön skaliertes Digitalpiano

Das Portable Piano Roland FP-30 überzeugt mit einem guten Klangerlebnis. Auch die Tastatur lässt sich dank angerauter Tasten gut spielen und bietet ein griffiges Spielgefühl.
Die Umsetzung der Dynamik ist gut abgestuft – schön skaliert. Dabei ist es ein kleines Piano – und daher im Rahmen der Funktionen eingeschränkt und reduziert.
Nichtsdestotrotz macht das Instrument einen soliden, stabilen Eindruck.
Via Bluetooth lässt sich das Piano drahtlos mit dem Tablet verbinden, um beispielsweise Lernkurse abspielen zu können.
Nur beim Umschalten der Lautstärke hakt es – hier wurden statt einem Drehrad bedienungsunfreundlichere Knöpfe verwendet.

Studiologic Numa Stage: Das Instrument für den Live-Keyboarder

Das Studiologic Numa Stage ist ein Stagepiano. Allein durch seine auffällige Einfärbung fällt es ins Auge.
Als Stagepiano verfügt das Gerät über keine eingebauten Lautsprecher. Der Sound ist kraftvoll, ausdrucksstark und trägt gut.
Das Drücken der Tasten braucht jedoch Kraft.
Auch das breite Spektrum an Funktionen, aber das Fehlen von Metronom oder Rekorder machen deutlich, dass dieses Piano eher für fortgeschrittene Pianisten und Live-Keyboarder als für Anfänger gemacht ist.
Das Digitalpiano ist für den Liveauftritt gedacht – aber nichts für klassikaffine Spieler.

Casio PX-S1000: Klein, aber fein

Das Casio PX-S1000 ist mit 88 Tasten ein sehr kleines, aber hochwertiges Portable Piano.
Obwohl so klein, wurde in dieses Piano die Hammermechanik integriert (Smart Scaled Hammer Action).
Dazu kommen noch die angeraute Tasten, die besonders griffig sind. So tun sich auch Anfänger leichter und profitieren von einem authentischen Spielgefühl.
Auch der Klang passt – fein nuanciert geht er gut mit.
Die integrierten Lautsprecher, die nach hinten “abstrahlen”, bieten einen 3D-Sound.
Neben dem Klang gefällt uns außerdem die Optik – schwarz und Hochglanz – sehr gut. Das Piano kommt sehr stylisch daher – die Funktionen sind via Touch anwählbar.
Zwei der Sounds sind direkt anwählbar, viele weitere lassen sich über die Tastatur auswählen. Noch bequemer gehts mit der App via Tablet, dass sich via USB anschließen lässt.
Die Sounds lassen sich außerdem layern und werden beim Wechsel nicht abgeschnitten, sondern gehen ineinander über.
Statt eines “echten” Pedals ist nur ein Fußtaster inklusive. Das lässt sich aber im Gesamtpaket leicht verschmerzen und kann auch separat dazu gekauft werden.

Yamaha P-125: Für Anfänger und Live-Auftritte gleichermaßen geeignet

Das Yamaha P-125 ist ein Portable Piano und verfügt somit über integrierte Lautsprecher.
Beim Test durften wir feststellen, dass es tatsächlich mehr Klangnuancen als sein “kleiner Bruder” Yamaha P-45 bietet. Auch hier arbeiten Klang und Tastatur gut zusammen. Das Ergebnis: ein homogener und ausgewogener Sound. Natürlich verfügt das Digitalpiano auch über weitere, interessante Sounds.
Mit dabei sind außerdem ein Metronom und Recorder, die zum einem dem Anfänger helfen und zum anderen den Profi freuen dürften.
Das P-125 ist also zum Lernen wie für Live-Auftritte gleichermaßen geeignet.
Eine übersichtliche Bedienung unterstützt – für manche Funktionen muss allerdings zusätzlich die Tastatur genutzt werden.
Ein Manko: Das Piano verfügt über kein “richtiges” Klavierpedal. Das Vorhandene erfüllt aber seinen Zweck. Natürlich kann dieses auch ausgetauscht und andere Pedale angeschlossen werden.

Thomann DP-51: Klassisches & sehr ansprechendes Homepiano

Das Thomann DP-51 ist ein klassisches Homepiano. In Hochglanzoptik und mit Tastaturdeckel begeistert es uns schon allein durch seine Optik. Fast wie ein echtes Klavier!
Positiv geht es weiter mit den Tasten. Angeraut bzw. mit “Ivory Feel” sorgen sie für ein ausgezeichnetes Spielgefühl. Schwitzige oder unsichere Finger können nicht so leicht abrutschen. Außerdem geht die Tastatur gut mit. Das Piano ist also sehr wohl für Anfänger geeignet.
Die erste gespielte Melodie zeigt den vollen Sound des Instruments.
Nicht zuletzt bietet das Digitalpiano viele Einstellungsmöglichkeiten, die aber übersichtlich gestaltet sind.

Du bist nicht fündig geworden? Wir haben auch Digitalpianos unter 500 € und Digitalpianos unter 2000 € getestet. Schau doch mal vorbei!

Yacine Khorchi

Yacine Khorchi

Yacine absolvierte nach dem Abitur ein Intensivstudium an einer privaten Musikschule und ein Klavierstudium an der Hochschule für Musik in Würzburg. Seit über 10 Jahren unterrichtet er Klavier und leitet seit 2013 den Musik Komponistenkurs an der Pop Akademie Frankfurt.

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