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Grundlagen zu Dreiklängen – Aufbau in Grundstellung, Sound und Symbole

16.12.2015 15:36 von Mira

Als Dreiklang bezeichnet man einen Akkord aus zwei aufeinander geschichteten Terzen. Daraus ergeben sich drei Stimmen, die, je nach Anordnung von kleinen und großen Terzen, einen unterschiedlichen Klang und eine unterschiedliche Spannung erzeugen. Dreiklänge bilden die harmonische Grundlage der abendländischen Musik und sind aus unserer Musikkultur nicht mehr wegzudenken.

Aufbau in Grundstellung

Grundsätzlich besteht ein Dreiklang aus Grundton (oder in Zahlen gesprochen die 1), Terz und Quinte. Je nachdem ob die Terz groß(3)/klein(b3) oder die Quinte rein(5)/übermäßig(#5)/vermindert(b5) ist ergeben sich verschiedene Klangeigenschaften und die dazugehörigen Bezeichnungen des Akkords.

Am häufigsten dreht sich die Musik, die wir spielen, um Dur oder Moll Dreiklänge. Von diesen beiden Begriffen hast Du sicherlich auch schon gehört.

Ein Dur-Dreiklang besteht aus Grundton, großer Terz und reiner Quinte (also 1-3-5).

Hier siehst Du zwei Dur-Dreiklänge, links aufgebaut auf dem Grundton C und rechts auf dem Grundton Es.

Du siehst, dass bei Dur zwischen den unteren beiden Tönen das Intervall große Terz liegt und zwischen den oberen beiden Tönen das Intervall kleine Terz. Bei Moll hingegen ist das genau andersherum.

Hier siehst Du die Moll-Dreiklänge aufgebaut auf denselben Grundtönen wie oben. Diese bestehen aus Grundton, kleiner Terz und reiner Quinte (also 1-b3-5). Außerdem kann man erkennen, dass man bei einem Dur-Dreiklang nur die Terz um einen Halbton nach unten alterieren muss, um einen Moll-Dreiklang zu erhalten.

Wenn man sich auf die Schichtung von kleinen und großen Terzen bezieht, fehlen jetzt noch zwei Akkordtypen. Zum einen ergibt sich der verminderte Dreiklang mit zwei kleinen Terzen (1-b3-b5), und zum anderen der übermäßige Dreiklang mit zwei großen Terzen (1-3-#5).

Links siehst Du die zwei verminderten und rechts die beiden übermäßigen Akkorde.

Einen verminderten Dreiklang erhält man, wenn man bei einem Moll-Dreiklang die Quinte um einen Halbton nach unten alteriert. Einen übermäßigen Dreiklang, wenn man bei einem Dur-Dreiklang die Quinte um einen Halbton nach oben alteriert.

Klang der Dreiklänge

Es ist ganz wichtig, wenn Du Dich mit Musiktheorie auseinandersetzt, dass Du eine konkrete Klangvorstellung von dem bekommst, was hier theoretisch beschrieben wird. Also setze Dich an das Klavier und spiele die verschiedenen Dreiklänge vor und präge Dir ein, wie sie für Dich klingen.

Klingen sie fröhlich/traurig, angenehm/scharf, offen/geschlossen, warm/kalt, hell/dunkel? Wie viel Spannung lösen die Akkorde aus? Hast Du Assoziationen zu Liedern, die Du gespielt oder gehört hast?

Diese Eigenschaften lassen sich endlos fortführen und was Du hier siehst sollen nur Anreize sein, Dir darüber Gedanken zu machen.

Im Allgemeinen gelten die Dur/Moll-Dreiklänge eher als konsonante (also angenehme) Dreiklänge, wobei Dur eher mit fröhlich und Moll eher mit traurig verbunden wird. Übermäßig und Vermindert sind eher dissonante (also unangenehme) Klänge mit einer höheren Spannung, wobei Übermäßig durch die größeren Intervalle einen eher offeneren Klang erzeugt als Vermindert.

Akkordsymbole

Im Zusammenhang mit Dreiklängen gibt es verschiedene Akkordsymbole, die Du kennen solltest. Diese findest Du häufig auf Lead Sheets (Noten mit Melodie und Akkorden) oder auch über den Takten von komplett ausnotierten, meist moderneren, Stücken. Sie sollen Dir möglichst kurz, aber genau, den harmonischen Zusammenhang sichtbar machen. Anstatt solchen langen Begriffen wie „übermäßiger Dreiklang auf dem Grundton D“ gibt es kürzere allgemein gebräuchliche Symbole:

DreiklängeDazugehörige Symbole
D-Durdreiklang

D

D?

Dmaj (Aus dem Englischen Major=Dur)

D-Molldreiklang

d

D-

Dmin (Aus dem Englischen Minor=Moll)

D-Vermindert

D-b5 (D-Moll mit tief alterierter Quinte)

Ddim (Aus dem Englischen Diminished=Vermindert)

D-Übermäßig

D+

D+5 (D-Dur mit hochalterierter Quinte)




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