Klavier lernen in 13 Schritten Titelbild

Clair de Lune von Claude Debussy

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Infos zum Stück Claire de Lune

Clair de Lune – übersetzt Mondschein – hat es nicht nur in so manchen modernen Klavierunterricht geschafft, sondern sogar bis nach Hollywood, zum Beispiel zu George Clooney und Brad Pitt in Ocean´s Eleven. Clair de Lune ist der dritte Satz einer Klaviersuite vom französischen Komponisten Claude Debussy und obwohl die Suite nicht zu den Hauptwerken von Debussy gehört, ist dieser Satz wohl einer der bekanntesten des gesamten musikalischen Wirkens des Franzosen.

Claude Debussy: steiniger Weg zum Erfolg

Die Kindheit von Claude Debussy glich nicht unbedingt einer Traumvorstellung. Geboren wurde er im August 1862. Er wuchs in eher armen Verhältnissen zunächst in der Nähe von Paris und später in Paris selber auf, Debussy besuchte keine Schule, die Klavierausbildung wurde dem Jungen von einer Frau außerhalb der Familie ermöglicht.

Als Schüler war er ein Rebell, der immer wieder versuchte, die Konventionen zu durchbrechen. Anfangs gewann Debussy sogar noch Preise als Klavierspieler, doch der große Erfolg blieb aus, sodass er sich verstärkt als Komponist versuchte. Auch hierbei stach Debussy immer wieder als Rebell hervor – kein Wunder, dass er heute als einer der wichtigsten Komponisten im Übergang zwischen Romantik und Moderne gesehen wird.

Mit einem 2. und 1. Preis (1883 und 1884) im Prix de Rome wurde Debussy nach Rom eingeladen, um dort mehrere Jahre zu leben und zu studieren. Das war zwar eine große Ehre, doch die Zeit in Rom war für ihn nur mehr oder weniger erfolgreich. Den Aufenthalt in Rom brach Claude Debussy nach rund zwei Jahren ab, um nach Paris zurückzukehren.

Clair de Lune – und noch immer ein unbekannter Komponist

In den folgenden Jahren schlug sich der Komponist mit kleineren Aufträgen durchs Leben und konnte erneut auf finanzielle Unterstützung zählen. Ausgerechnet in diese Zeit fällt auch die Komposition der Suite bergamasque, einer Klaviersuite (um 1890 entstanden) bestehend aus vier Sätzen. Der berühmte dritte Satz ist Clair de Lune, doch erst 15 Jahre später sollte das Klavierstück veröffentlicht werden.

Es ist nicht vollkommen gesichert überliefert wie die Suite und der dritte Satz Clair de Lune entstanden sind. Als wahrscheinlich gilt jedoch, dass sich Claude Debussy von einem Gedicht von Paul Verlaine inspirieren ließ. Dieses trug den Namen Clair de Lune und im zweiten Satz kommt das Wort bergamasques vor – vermutlich daher der Titel Suite bergamasque.

Beruflich erfolgreich und privat chaotisch

Die 1890er Jahre sollten für Claude Debussy aus beruflicher Sicht nach und nach sehr erfolgreich werden. Mit dem sinfonischen Gedicht Prélude à l'après-midi d'un faune gelang dem Komponisten der Durchbruch. Es wurde 1894 uraufgeführt und gilt als ein Wegbereiter in die moderne Musik. Etwa zur selben Zeit begann Debussy auch die Arbeit an Pelléas et Mélisande, der einzigen abgeschlossenen Oper des Franzosen, die 1902 erstmals aufgeführt wurde.

Privat war Debussy auch in dieser Zeit noch lange nicht zur Ruhe gekommen. Er hatte verschiedene Romanzen, die nicht selten in Dramen endeten. Auch die Ehe mit Lily Texier in 1899 sollte nicht lange Bestand haben. Debussy begann eine Affäre mit Emma Bardac, woraufhin sich seine Ehefrau das Leben nehmen wollte – nicht das erste Mal, dass eine "Ex" von Debussy sich selbst erschießen wollte. Erst danach kehrte etwas mehr Ruhe in das Privatleben des Komponisten ein. Nach der Scheidung haben Debussy und Bardac in 1905 eine gemeinsame Tochter zur Welt gebracht, später auch geheiratet.

Kompositionen und Tod – Clair de Lune bleibt

In die Zeit der Geburt seiner Tochter und in den Jahren danach hat er noch viele bedeutende Werke (etwa La Mer oder Childrens Corner)geschrieben und Konzertreisen unternommen. Doch als die Diagnose Krebs hieß, ging es nach und nach bergab mit Claude Debussy. Im Jahr 1918 starb er schließlich.

Während seines bewegten Lebens hätte sich Claude Debussy wohl kaum vorstellen können, dass ausgerechnet der dritte Satz seiner damals recht unbekannten Suite auch 100 Jahre später noch so oft und vielfältig verwendet wird. Clair de Lune zählt nicht nur zum Klavierunterricht, in Film und Fernsehen ist der Satz schon lange angekommen – manchmal als Klavier- und manchmal als Orchesterversion.

Die Ocean´s-Reihe oder die Twilight-Saga sind nur zwei von etlichen Beispielen des modernen Films, in denen Clair de Luna eingebunden ist. Zufall? Wohl kaum – der 3. Satz der Klaviersuite ist ein Evergreen, inspirierend und bewegend. Wenn ihr das Stück zuhause nachspielen wollt, könnt ihr hier die Noten kostenlos downloaden – wenn ihr Hilfe beim Lernen braucht, schaut euch hier unser Videotutorial an.

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