Klavier lernen in 13 Schritten Titelbild

Blues am Klavier lernen

16.12.2011 19:55 von Yacine

 

"Blues is easy to play, but hard to feel." Jimi Hendrix

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Wurzeln und Entwicklung

Die Musikrichtung Blues entstand Anfang des 20. Jahrhunderts um das Mississippi-Delta herum, also im Süden der USA und ist im Prinzip afroamerikanische Folklore der Sklaven. Er wird sowohl instrumental gespielt als auch gesungen. Das Wort Blues leitet sich natürlich von der Farbe „blue“ ab, aber bezieht sich auf den übertragenden Wortsinn, der eher so etwas meint wie „traurig“ oder „niedergeschlagen“. Das muss aber nicht heißen, dass die Musik immer traurig sein muss!

Blues hat andere Musikrichtungen maßgeblich beeinflusst, allen voran den Jazz. Außerdem ist er mit anderen wichtigen Stilen verwandt ohne die eigene Tradition dabei zu vernachlässigen, wie zum Beispiel Soul, Gospel und Rock `n` Roll. Auch heute noch bildet er die Grundlage für viele Pop- und Rocksongs, teilweise hört man ihn auch beim Hip Hop heraus.



Der sog. Ur-Blues basiert auf einem 12-taktigen Schema mit den drei Hauptstufen Tonika (I), Subdominante (IV) und Dominante (V). Das Einzigartige hierbei ist, dass diese Stufen allesamt als Dominantseptakkorde auftreten. Wir haben das Schema leicht modifiziert, damit etwas mehr Abwechslung ins Spiel kommt. Unsere Form ist wie folgt aufgebaut:

  • je ein Takt Tonika und Subdominante
  • je zwei Takte Tonika und Subdominante
  • zwei Takte Tonika
  • je ein Takt Dominante und Subdominante
  • je ein Takt Tonika und Dominante

Nachdem der zwölfte Takt gespielt wurde, beginnt die Form wieder von vorne.

 

Und so spielt ihr den Blues auf dem Klavier

Prinzipiell braucht ihr nur folgende 3 Akkorde (harmonische Grundfunktion), um den Blues spielen zu können:

  • C7
  • G7
  • F7

Ganz wichtig beim Blues spielen ist es, genug Raum für Improvisationen zu gewährleisten. Das Blues-Schema lädt nämlich regelrecht dazu ein erste Solo-Versuche zu starten. Praktisch ist es in dieser Hinsicht, dass es eine extra Blues-Tonleiter gibt – um genau zu sein zwei, die C Moll Pentatonik (c, es, f, g, b + ges und wahlweise e) und die C Dur Pentatonik (c, d, e, g, a + es + b). Später kann man auch versuchen diese zu mischen, um noch abwechslungsreicheren Sound hinzubekommen.

 

Blues am Klavier lernen - das Video




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