Klavier lernen in 13 Schritten Titelbild

Kursinhalt

Halbtonschritte auf der Klaviatur - Schritt 2

 

Willkommen zur Fortsetzung unseres Anfängerkurses fürs Piano! In den vorherigen Einheiten hast du gelernt, wo sich die „C“  Noten auf der Klaviatur befinden und wo das mittlere „C“ liegt. Du kennst auch bereits die anderen Noten auf den weißen Tasten und bist somit bereit für die schwarzen Tasten.

Die Noten auf dem Klavier werden in „Halbtonschritte“ unterteilt. Schau einmal zum mittleren „C“ auf der Klaviatur – der Schritt von hier zur ersten schwarzen Taste rechterhand ist ein Halbtonschritt. Der Schritt von dieser schwarzen Taste zur „D“ Taste ist wiederum ein Halbtonschritt. Die schwarzen Tasten liegen also jeweils im Halbtonabstand zu den weißen Tasten.

Als nächstes schau dir einmal die „E” und „F“ Tasten an – der Abstand zwischen beiden ist ebenfalls ein Halbtonschritt. Das klingt zunächst vielleicht etwas verwirrend, da zwischen den Tasten keine schwarze Taste liegt. Wir möchten an diesem Punkt noch nicht zu tief in die Musiktheorie eintauchen, daher merk dir für den Anfang einfach folgendes: Von einer Taste zur nächsten (inklusive der schwarzen) ist es ein Halbtonschritt. Diese Erkenntnis ist wichtig, um später das Konzept der erhöhten und erniedrigten Töne zu verstehen.

 

 

 

Nun kennst du die Halbtonschritte und wir können uns den erhöhten Tönen zuwenden. Ein erhöhter Ton liegt einen Halbtonschritt über einer Note – zur Kennzeichnung wird das Zeichen # (genannt Kreuz) verwendet. Wann immer du das Kreuz neben einer Note siehst, wird die Note einen Halbton höher angeschlagen. Dem Notennamen wird bei Verwendung des Kreuzes ein "is" angehängt.

Zur Illustration schau einmal auf das mittlere „C“ auf der obigen Klaviatur. Bei Erhöhung um einen Halbton landest du bei der ersten schwarzen Taste rechts, welche auch „Cis“ genannt wird.

 

Doch wie sieht das im Liniensystem aus?  

 

 

Betrachte einmal das mittlere „C” im obigen Liniensystem. Wie du siehst wird es von einem Kreuz begleitet und soll also einen Halbton über dem mittleren „C“ gespielt werden. Die gespielte Note wird „Cis“ genannt und entspricht der ersten schwarzen Taste rechts vom mittleren „C“.

Schau dir nun jede Note innerhalb einer Oktave an und finde die erhöhten Noten auf der Klaviatur. Es gibt insgesamt fünf – eine für jede schwarze Taste. Ihren Namen lauten:

 C#D#F#G#A#

 

Für die erniedrigten Töne gilt sinngemäß das gleiche Konzept. Du ahnst vielleicht schon, dass jede schwarze Taste zwei Namen hat. Lass dich dadurch nicht verwirren – der Grund wird dir schnell einleuchten.

 

 

Nun wenden wir uns den erniedrigten Tönen zu. Ein erniedrigter Ton liegt einen Halbtonschritt tiefer als der Ton – zur Kennzeichnung dient das Zeichen „” (ausgesprochen wie der Buchstabe B). Wann immer du das „” neben einer Note siehst, wird die Note einen Halbton unter der gezeigten Note gespielt. Dem Notennamen wird ein "es" angehängt.

Zur Illustration schau auf das „D“ auf der obigen Klaviatur. Bei Erniedrigung um einen Halbton landest du bei der ersten schwarzen Taste rechts des mittleren „C“. Die Taste wird somit auch „Des“ genannt. Die schwarze Taste heißt also „Cis“ und „Des“ gleichermaßen,  je nach Perspektive.

 

Schauen wir uns dieses Konzept einmal im Liniensystem an.

 

 

 

Betrachte einmal die Note „E” im obigen Liniensystem. Wie du siehst, wird es mit einem „” notiert, soll also einen Halbton unter dem „E“ gespielt werden. Die gespielte Note wird „Es“ genannt und entspricht der ersten schwarzen Taste links vom „E“

Schau dir nun jede Note innerhalb einer Oktave an und suche die erniedrigten Noten auf der Klaviatur. Es gibt insgesamt fünf – eine für jede schwarze Taste. Ihren Namen lauten:

DEGAH

Exkurs:

Beim gibt es eine Besonderheit zu beachten. Im Deutschen heißt das erniedrigte „H“ nicht „Hes“, sondern „B“. Soweit wäre das nicht weiter schlimm, aber die englischen Notennamen für die C-Dur Tonleiter lauten:

C - D - E - F - G - A - B - C

Die Note „H“ wird im Englischen also als „B“ bezeichnet und somit ergibt sich eine Verwechslungsgefahr mit unserem „B“. Bei der meistverbreiteten Lösung bleibt die Bezeichnung des deutschen „H“ bestehen und die Bezeichnung vom deutschen „B“ wird entweder beibehalten oder im Zweifelsfall in „B“ (gesprochen B flat) umgeschrieben. „Flat“ ist dabei die englische Bezeichnung für „erniedrigt“ und „sharp“ für „erhöht“.

Glückwunsch, nun kennst du schon das Konzept der erhöhten und erniedrigten Töne!

 

Zusammenfassung

  • Cis” ist dieselbe schwarze Taste wie “Des“.
  • Dis” ist dieselbe schwarze Taste wie “Es“.
  • Fis” ist dieselbe schwarze Taste wie “Ges“.
  • Gis” ist dieselbe schwarze Taste wie “As“.
  • Ais” ist dieselbe schwarze Taste wie “ B“.
  • Dieses # Zeichen steht für erhöht und dieses Zeichen für erniedrigt.

Am besten übst du täglich 15 Minuten bevor du damit anfängst Lieder zu spielen. Es ist sinnvoll, wenn du beim Spielen den Namen einer Note aussprichst und aufmerksam dem Ton der Note zuhörst. Vergiss jedoch nicht, dass die schwarzen Tasten (und manche weiße Tasten) jeweils zwei Namen haben.

 

Gerne kannst du jetzt dein Wissen in einem kleinen Quizz testen.

 

 

Quiz

 

Ist „Fes“ eine weiße oder schwarze Taste?

a)      weiß

b)      schwarz

 

Ist „His“eine weiße oder schwarze Taste?

a)      weiß

b)      schwarz

 

Ist „Es“ eine weiße oder schwarze Taste?

a)      weiß

b)      schwarz

 

Ist „Ces“ eine weiße oder schwarze Taste?

a)      weiß

b)      schwarz

 

 

 

Lösungen

A

A

A